Schwimmteichpflege im Sommer – für klares Wasser und wenig Algen
Ein Schwimmteich ist im Sommer ein Ort der Entspannung und Erfrischung. Damit das Wasser dauerhaft klar und das biologische Gleichgewicht stabil bleibt, benötigt der Teich eine regelmäßige Pflege. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deinen Schwimmteich optimal durch die warme Jahreszeit begleitest. Sommerliche Hitze bringt Sonne, Nährstoffe und fallende Sauerstoffsättigung des Wassers zusammen – ideale Bedingungen für Algenwachstum. Ohne gezielte Maßnahmen kann das Badevergnügen getrübt werden. Daher sind einige Pflegearbeiten sinnvoll.
1. Algenwachstum vorbeugen
Mit steigenden Temperaturen steigt auch das Risiko für übermäßiges Algenwachstum. Entferne regelmäßig abgestorbene Pflanzenteile, Blätter und Sedimente, um den Nährstoffgehalt im Wasser zu reduzieren.
Achte insbesondere auf den Bewuchs der Regenerationszone: Wächst sie zu dicht, kann die Wasserzirkulation im Kiesfilter behindert werden.
2. Wasserqualität regelmäßig prüfen
Überprüfe im Sommer in regelmäßigen Abständen wichtige Parameter wie pH‑Wert, Karbonathärte und Nährstoffkonzentrationen (Phosphat, Nitrat).
Der ideale pH‑Wert liegt zwischen 7,0 und 8,5. Weichen die Werte deutlich ab, können entsprechende Pflegemittel helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Durch kontinuierliche Kontrolle erkennst du Veränderungen frühzeitig und beugst Problemen rechtzeitig vor.
3. Nährstoffeintrag durch Starkregen minimieren
Nach starken Regenfällen gelangen häufig Nährstoffe vom umliegenden Gelände in den Schwimmteich – eine der häufigsten Ursachen für plötzliches Algenwachstum.
Überprüfe daher regelmäßig den Teichrand: Ein durchgehend erhöhter Wall verhindert, dass nährstoffreiches Oberflächenwasser in den Teich gespült wird. Besonders in Hanglage sollte auf eine stabile Böschung und eine kontrollierte Wasserführung geachtet werden.
4. Wasser nachfüllen – aber richtig
Im Sommer verdunstet naturgemäß viel Wasser. Da Leitungswasser in vielen Regionen einen hohen Phosphatgehalt aufweist, solltest du beim Nachfüllen auf eine geeignete Wasseraufbereitung achten.
Verwende zum Beispiel einen Phosphatbinder‑Schlauchdosierer, wenn du größere Wassermengen zuführst. Alternativ kann nach dem Nachfüllen ein Turbo‑Phosphatbinder oder ein polymerer Phosphatbinder eingesetzt werden, um überschüssige Nährstoffe direkt zu binden.
5. Badebereich regelmäßig reinigen
Auch in gut gepflegten Schwimmteichen lagern sich im Lauf der Zeit Sedimente am Boden ab. Diese Ablagerungen solltest du in regelmäßigen Abständen mit einem Teichschlammsauger entfernen.
Andernfalls können sich Faulgase bilden, die an die Oberfläche steigen und Algenwachstum begünstigen. Außerdem können sich die Sedimente in der Filteranlage absetzen und deren Leistung beeinträchtigen. Eine gründliche Reinigung sorgt nicht nur für klares Wasser, sondern auch für eine längere Lebensdauer der Technik.
6. Fische nur zurückhaltend füttern
Wenn du Fische im Schwimmteich hältst – etwa Kois oder Goldfische –, solltest du diese im Sommer nur sparsam füttern. Futterreste und Fischkot erhöhen den Nährstoffgehalt des Wassers und fördern das Algenwachstum.
In der Regel finden die Fische ausreichend natürliche Nahrung, wie Wasserinsekten, Mückenlarven und kleine Lebewesen auf der Oberfläche. Eine zurückhaltende Fütterung trägt maßgeblich zur Wasserqualität bei.